Artikel für Tag ‘Ticketing’

Veranstaltungshinweis: Branchentreff Ticketm@nagement 2011

Montag, 7.Februar 2011, 17:23
erstellt von Christina Finsel

24.-25. März 2011 Ticketm@nagement 2011

Fachkongress mit begleitender Anbietermesse
Swissôtel Düsseldorf/ Neuss

Das T:B Experten-Forum Ticketm@nagement 2011, mittlerweile etablierte Networking-Plattform der Ticketingbranche, beantwortet mit praxisnahen Fachvorträgen, Experten-Workshops und begleitender Anbieteraustellung aktuelle Fragen zu neuen Trends, Marktneuheiten und aktuellen Lösungen im Ticketing.

Anmeldung und weitere Informationen.

Zukunftstrend “Social Ticketing”

Montag, 22.November 2010, 18:04
erstellt von Christina Finsel

Dass der Ticketvertrieb weltweit mit Social Media einen neuen Kanal gefunden hat, zeigt nicht zuletzt die aktuelle “Chef-Ticket” Aktion der Deutschen Bahn AG (s. Artikel vom 26.10.2010 ), die durchaus hohe Zugriffszahlen verzeichnen konnte und für die bereits eine Fortsetzung angekündigt wurde.
Zahlreiche andere Unternehmen haben das Potenzial des Social Webs für die Ticketing-Branche ebenfalls erkannt und haben dort bereits seit längerem ihr eigenes Ticketing platziert.

So hat z.B. auch der amerikanische Disney-Konzern bereits erfolgreiche Testläufe für den „Disney Ticket Together“-Service, den Direktverkauf von Kinotickets via facebook, durchgeführt und will das Angebot zeitnah entsprechend ausweiten. Die im Rahmen der Testläufe gelieferten Ergebnissen seien erstaunlich und der neue Vertriebsweg über Social Media Kanäle zukunftsweisend für die Filmbranche, meldet der Disney-Konzern.
Auch das Reiseportal tripado.de oder die US-amerikanische Fluggesellschaft Delta verkaufen ihre Flugtickets schon seit längerer Zeit erfolgreich über die Social Community facebook, ebenso wie viele andere Unternehmen auch.

Und auch facebook selbst hat das Potenzial von Ticketing erkannt. So kann man unter http://www.fbticketing.com/ eine standardisierte Ticketing-Applikation für die eigene facebook Seite einrichten und damit ganz einfach am Social Media Ticketing-Trend teilnehmen und seine Tickets dort vermarkten und auch vertreiben.

Der Vorteil des Ticketvertriebs über Social Media Kanäle liegt dabei ganz klar in der automatischen medialen Verbreitung. Verbreitet man die Nachricht des eigenen Ticket-Kaufs unter seinen Kontakten, verbreitet sich somit auch das Angebot laufend schnell und vor allem automatisch und kostenfrei.
Zudem spielen sich Kundendialog und Marketing immer mehr auf solchen Social Plattformen und Communities ab, so dass Unternehmen, Veranstalter und Ticketanbieter dort generell aktiv sein müssen, um dem Zeittrend standzuhalten. Warum diese Aktivitäten also nicht auch direkt als Plattform für das eigene Ticketing nutzen?!

Weltweite Einbindungen von facebook und CO. in die Ticketing-Branche zeigen, dass Ticketing zukünftig auf Social Media als Vertriebskanal kaum verzichten können wird und immer mehr Anbieter und Unternehmen dem Trend nachfolgen.

Die Ticketing-Plattform Fatsoma aus England geht dem facebook Trend etwas anders entgegen: sie integriert eine eigene “Social Community Funktion” für facebook, über die registrierte Nutzer nun Tickets auf ihren facebook Profilen empfehlen, verkaufen und damit Geld verdienen können. Mit dieser kostenfreien Applikation können Kunden Aufmerksamkeit für ihre Events durch Viral-Promotion erzeugen und gleichzeitig ihre Tickets vertreiben. Paul Stacey, Director of Fatsoma Ltd, sagt, “…we now have opened the door to social ticketing.”

Einen wieder anderen Weg des “Social Ticketings” geht die Web-Entwicklungsfirma Remsen Media, die kürzlich mit Twck.it (http://www.twck.it), das erste Social Music Ticketing Network im Internet startete, noch dazu gratis. Besucher der Seite mit facebook oder twitter Konto können dort nun mit der leistungsstarken Suchfunktion Tickets im Netz finden und ihre eigenen Tickets im Netz an andere Fans verkaufen.
Wer ein Ticket für ein Konzert in den USA sucht, kann den Künstlernamen, die Stadt oder die Konzerthalle eingeben und erhält Ergebnisse von Verkäufern, die ihre Tickets im Marktplatz von Twck.it oder bei facebook, twitter, eBay, Stubhub, Craigslist anbieten. Die Ergebnisse werden nach Preisen sortiert angezeigt, so dass der Interessent das günstigste Ticket in wenigen Sekunden auswählen und auch über seinen Social Network Account weiterempfehlen kann.

Die Wege und Maßnahmen, Ticketing mit dem aktuellen Social Media Trend zu verknüpfen, sind vielfältig. Entscheidend dabei ist, dass Social Media bzw. „Social Ticketing“ – in welcher Form und über welchen Social Web Kanal auch immer – eine zukunftsweisende Erweiterung für die gesamte Ticketing-Branche darstellt.

Social Media als Ticket-Vertriebsplattform

Dienstag, 26.Oktober 2010, 13:01
erstellt von Christina Finsel

Die Deutsche Bahn wagt neuen Vertriebskanal

Als Werbe- und Diskussionsplattform sind Facebook und CO. in der Ticketbranche mittlerweile durchaus alltäglich. Vor allem als Instrument des Viral- und Empfehlungsmarketings werden Social Media Plattformen häufig erfolgreich zur Bewerbung von Tickets und Veranstaltungen genutzt.

Dass diese Plattformen jedoch auch das Potential einer erfolgreichen Vertriebsplattform besitzen, zeigt nun die Deutsche Bahn AG. Im Rahmen ihrer „Chefticket“-Aktion nutzt sie das Facebook-Netzwerk als exklusiven Vertriebskanal und bietet dort vom 25.10. bis 07.11.2011 deutschlandweite zuggebundene Bahntickets zum Schnäppchenpreis an. Die einzige Einschränkung: der Ticketkauf ist nur für registrierte Facebook-User möglich.

Damit tut die Bahn einen ganz neuen Vertriebskanal auf, wurden doch bisher Sonderaktionen im Ticketverkauf entweder über die eigene Homepage oder über Vertriebspartnerschaften mit Handelsunternehmen abgewickelt. Nach Lidl, Tchibo und CO. stehen nun also Social Media Plattformen an erster Vertriebspartner-Front.

Facebook ist eben längst nicht nur ein Netzwerk zum Kontaktaustausch, sondern bietet sich zunehmend auch als Plattform für e-Commerce an. Nachdem hierzulande bislang eher kleinere Anbieter den Kanal auch als Shop nutzen, macht die Deutsche Bahn nun deutlich, dass Facebook durchaus auch massenmarkttauglich sein kann. Ein Aktionserfolg könnte also den Social-Commerce in Deutschland in ganz neue Richtungen lenken.

Was die Chancen für einen schnellen Ticket-Absatz angeht, sind diese bei der „Chefticket“-Aktion sicherlich nicht schlecht. Schließlich lässt sich der eigene Kauf bei Facebook ganz einfach an das gesamte eigene Netzwerk weiterverbreiten und sorgt somit für eine schnelle Verbreitung des Angebots.

Die mediale Resonanz ist zudem schon nach der ersten Woche enorm. Zwar dominieren dabei zurzeit Kritik und Spott, unter rein vertrieblichen Aspekten wird das Chefticket für die Bahn jedoch vermutlich dennoch ein Erfolg, der nicht zuletzt gerade durch diese mediale Aufmerksamkeit, positiv sowie auch negativ, zusätzlich verstärkt werden wird.

Von dieser Aktion dürfte gleichzeitig auch Facebook profitieren. Denn wer das Billigticket haben möchte, muss bei Facebook registriert sein. Zudem dürfte die Aktion das Potential von facebook als massenmarkttaugliche Ticketvertriebsplattform explizit und vor allem medienrelevant hervorheben.

evention – jetzt mit erweiterten Features und Editionen

Montag, 25.Oktober 2010, 11:09
erstellt von Christina Finsel

Die Eventsoftware evention, bereits bei zahlreichen namhaften Kunden erfolgreich als Event-und Ticketing-Lösung im Einsatz, präsentiert sich nun mit erweiterten Funktionen und Editionen.

Die Editionierung in evention Express, evention Standard und evention Enterprise ermöglicht nun eine professionelle und flexible Abwicklung Ihrer Eventprozesse für jeden Bedarf und jede Budgetstufe.

Dank des modularen Aufbaus, können Kunden ihre Software-Edition ab sofort, abhängig von ihrem verfügbaren Budget sowie den benötigten Funktionen, individuell auswählen.
Die zusätzlichen Funktionserweiterungen bieten zudem eine nun noch umfassendere und komfortablere Rundum-Organisation von Events in sämtlichen Bereichen.

Die Funktionen splitten sich auf in Teilnehmer- und Ressourcenmanagement , Personen-, Adress- und Kontingentverwaltung , Ticketing , Seating und Einlassmanagement , Event-Websites, Event-Kalender, Taskmanagement und Email-Kommunikation, Newsletter, Controlling, Reports und Statistiken , Compliance und Revisionssicherheit, Mandantenfähigkeit, Sicherheit und Datenschutz, Rechte- und Rollenmanagement, Daten Import/-Export, Usability, Customizing, Integration und Support.

Dank großer zufriedener Kunden zählt evention heute zu einer der führenden Software-Lösungen für elektronisches Eventmanagement und Ticketing.
Überzeugen auch Sie sich und vertrauen Sie in Ihrer Eventorganisation zukünftig auf evention!

Mehr Informationen zu evention sowie den erweiterten Features und Editionen finden Sie unter www.evention.eu.

Mehr Schutz beim Online-Kauf von Konzertkarten

Dienstag, 12.Oktober 2010, 16:08
erstellt von Christina Finsel

vzbv geht erfolgreich gegen Klauseln vor, die Verbraucher benachteiligen

Gegen verbraucherunfreundliche Vertragsklauseln von Ticketshops im Internet ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vorgegangen. Im Rahmen des so genannten Internet-Sweep der Europäischen Union (EU) untersuchte er im Juni zwölf Webseiten von Konzertveranstaltern und -vermittlern. In elf Fällen leitete der vzbv Verfahren ein. Im Ergebnis müssen die Unternehmen zahlreiche Klauseln zum Vorteil der Verbraucher nachbessern.

Acht Firmen haben inzwischen Unterlassungserklärung abgegeben, in denen sie sich verpflichten, insgesamt 26 Klauseln nicht mehr zu verwenden. Diese hatten etwa beinhaltet, dass die Ticketanbieter keine Haftung für falsche Angaben auf ihren Internetseiten übernehmen. Andere schlossen die Rückgabe erworbener Tickets grundsätzlich aus. Weitere Klauseln räumten zwar den Verkäufern ein Rücktrittsrecht ein, nicht aber den Kunden. So stand es den Anbietern frei, vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Kunde nicht binnen fünf Werktagen bezahlt hatte. Umgekehrt hatten die Käufer dieses Recht nicht, wenn sich die Zustellung der Tickets verzögerte. Außerdem beanstandete der vzbv eine Klausel mit einer zu kurzen Reklamationspflicht. Auch mit den gesetzlich erforderlichen Hinweisen zum Anbieter nahmen es einige nicht so genau. In zwei Fällen waren die E-Mail-Adresse oder das Impressum nicht oder kaum auffindbar.

In zwei Fällen hat der vzbv inzwischen Klage erhoben. Streitpunkt sind Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, bei denen es zum Beispiel um die Rückgabe oder Erstattung von Tickets geht.

Der Internet-Sweep vom 31.Mai bis 4. Juni 2010 ist eine europaweite Aktion, die in Deutschland vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in enger Zusammenarbeit mit dem vzbv und der Wettbewerbszentrale durchgeführt wurde. Der Sweep berücksichtigte relevante Webseiten, die Verbrauchern regelmäßig bei der Online-Suche angeboten werden.

(Quelle: www.vzbv.de)

Mobile Ticketing: Das Handy als mobiler Ticket-Schalter für den spontanen Karten-Kauf unterwegs

Montag, 27.September 2010, 16:11
erstellt von Christina Finsel

Die Nutzung des mobilen Internets nimmt stetig zu und stellt mittlerweile einen ernstzunehmenden Vertriebskanal dar. Auch für die Event- und Ticketing- Branche.

Mobile Ticketing ist eine neue Form des M-Commerce, die es den Kunden ermöglicht, jederzeit und überall Tickets zu kaufen, zu bestellen und zu erhalten. Mit Mobile Ticketing wird das Mobiltelefon zum Ticket und ermöglicht den Besuchern somit eine größtmögliche Flexibilität und Spontanität.

Von dieser Innovation profitiert natürlich nicht nur die Veranstaltungs-Branche in Form von Tickets für Konzerte, Musicals, Theaterveranstaltungen, Messen, Kongresse oder auch Unternehmensevents.
Auch als Fahrschein im öffentlichen Personenverkehr, als Reiseticket für Flüge, Eintrittskarte in Kinos, Fitnessstudios oder anderen Institutionen oder sogar als Parkticket sind Mobile Tickets mittlerweile immer weiter verbreitet.

Mit Blick auf die Veranstaltungsbranche bedeutet Mobile Ticketing einen zusätzlichen Absatzkanal, der neue Wege eröffnet und somit neue Kunden anspricht. Und auch die Nutzer selbst profitieren von der neuen Technologie: Ihnen wird mit Mobile Tickets eine bisher kaum vorstellbare Spontanität ermöglicht.

Eine spontane Entscheidung für ein Konzert- oder Theaterbesuch am Abend kann dank Mobile Ticketing nun schnell und unkompliziert von jedem Ort aus in die Tat umgesetzt werden. Die Tickets können ganz einfach online bei den jeweiligen Veranstaltern z.B. über ein Online-Buchungssystem erworben werden. Im Anschluss wird ein mit einem Code versehenes elektronisches Ticket direkt über SMS an den Kunden geschickt. Dieser Code wird am Einlasspunkt vom Display eines Lesegeräts eingescannt, welches via NFC-Technologie (Near Field Communication) mit dem Handy kommuniziert, den angezeigten SMS-Code decodiert, validiert und entwertet.

Der nächste Schritt in der Entwicklung des Kartenvorverkaufs ist somit erreicht: gedruckte Tickets werden mehr und mehr durch elektronische ersetzt. Und das Handy als ständiger Begleiter ist hierfür natürlich mehr als nur prädestiniert.
Große Ticketing-Anbieter, wie z.B. CTS EVENTIM haben die Relevanz von Mobile Tickets schon lange erkannt und diese bereits seit meheren Jahren zu einem festen Bestandteil ihres Vertriebs gemacht. Aber auch kleine Ticket-Börsen ziehen mehr und mehr nach.
Somit gehören Warteschlangen beim Kauf eines Tickets bald endlich der Vergangenheit an.

RFID im Kampf gegen Ticketfälschung

Dienstag, 24.August 2010, 16:58
erstellt von Christina Finsel

Im Bereich Ticketing spielt stets auch der Aspekt der Fälschungssicherheit eine Rolle, denn: nicht nur in den USA, sondern auch hierzulande entwickelt sich das Fälschen von Tickets zu einem akuten Problem.

Innovative Drucktechniken und Ticket-Technologien machen es Fälschern jedoch zunehmend schwerer schnell, einfach und günstig Tickets in guter Qualität herzustellen. Besonders die moderne RFID (Radio Frequency Identification) Technologie macht Tickets zunehmend fälschungssicherer: Ein zwischen zwei dünnen Papierlagen eingebetteter Transponder wird von einem Lesegerät erkannt und identifiziert das Ticket eindeutig und verdrängt damit mehr und mehr den bisher weit verbreiteten Barcode.

Spätestens seit der Fußball-WM in Deutschland ist der Nutzen von RFID-Tickets im Sport- und Eventbereich unbestritten: sichere und komfortable Zutrittskontrolle, Speichermöglichkeit von Daten, hohe Fälschungssicherheit, Verhinderung von Schwarzmarkthandel. Ob im Fußballstadion oder in der Konzertarena: RFID-Tickets öffnen die Tür in ein neues Zeitalter des Einlassmanagements und werden von Veranstaltern mittlerweile schon als wichtiger Baustein im Portfolio von Sicherheitsmerkmalen betrachtet.

RFID-Labels enthalten einfache Speicherchips und Transponder, die in der Nähe eines entsprechenden Lesegerätes von diesem mit Strom versorgt werden und diesem berührungslos die auf dem Chip gespeicherten Daten übermitteln.
Gleichzeitig können die Tickets alle Sicherheitsmerkmale von konventionellen Tickets aufweisen. Dies können Hologramme, Sicherheitsfarben oder digitale Sicherheitsmerkmale sein.

Ebenso können RFID Tickets in gleicher Weise bedruckt werden wie herkömmliche Papiertickets. Somit ist auch eine nachträgliche Personalisierung in gewohnter Weise möglich. Und auch die äußere Form eines RFID-Tickets ist individuell wählbar. Vom Standard-Ticket bis hin zu Schlüsselanhängern, Coins mit Armband oder anderen individuellen Konfigurationen ist die moderne RFID-Technologie als Eintrittskarte verfügbar.

Durch die Verbindung von personalisierten RFID-Labels und elektronischer Zugangstechnik können Ticketfälschungen somit deutlich erschwert werden. Gleichzeitig kann sichergestellt werden, dass nur berechtigte Personen Zutritt zur Veranstaltung erhalten. Das System soll den bekannten Schwarzhandel mit Eintrittskarten somit zunehmend unterbinden.

Problematik Ticketzweitmarkt

Dienstag, 10.August 2010, 16:41
erstellt von Christina Finsel

Wer darf kaufen, wer darf verkaufen und vor allem wo?

Nicht selten sind gerade die angesagtesten Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals oder große Fußball-Ereignisse schon am ersten Vorverkaufstag ausverkauft.
Für Künstler und Veranstalter das große Los und meist die Garantie für einen guten und sicheren Umsatz – für die Fans meist eine große Enttäuschung.
Sie stehen nun vor der Entscheidung: entweder verzichten oder sich – wenn finanziell machbar – über andere Wege ein Ticket besorgen.
Und diejenigen, die das Glück hatten, eines der begehrten Tickets zu erwerben, können damit zum Teil sogar richtig gut verdienen.
Und genau hier liegt der Knackpunkt: denn begehrte Tickets lassen sich optimal weiterverkaufen.

Genau an dieser Stelle toben derzeit heftige Diskussionen im Bereich Ticketing:
Wer darf verkaufen, wer nicht und vor allem wo darf man kaufen und verkaufen?

Die Debatte um den Wiederverkauf von Tickets lässt sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten:
Betrachten wir exemplarisch die Konzertbranche: die Band profitiert in der Regel (!) nicht davon, dass ihre Popularität dazu führt, dass ein 50 €-Ticket für 200 € im sogenannten Grau-, Schwarz- oder Zweitmarkt weiterverkauft wird.

Auch der Veranstalter, der mit einer meist vorab vereinbarten festen Gagenzahlung ins finanzielle Risiko gegangen ist, hat nichts von den Tickets, die im Netz so hoch gehandelt werden.

Der Fan dagegen, vorausgesetzt er verfügt über die finanziellen Mittel, kann entweder ein solches „Zweitmarktticket“ kaufen und den begehrten Auftritt doch noch erleben oder, falls er am Veranstaltungstag doch verhindert sein sollte, das Ticket ganz einfach verkaufen.

Und was ist mit den zunehmend wachsenden Zweitmarkt-Plattformen?
Sie sind diejenigen, die am Weiterverkauf der Tickets über Gebühren, die vom Verkäufer und/oder Käufer zu entrichten sind, profitieren.

Wird dann jedoch unterstellt, dass Tickets dort nicht von Fans als Privatperson weiterverkauft werden, sondern dies als Gewerbe, auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit der Absicht zur Gewinnerzielung betrieben wird, verschwimmt die Grenze des Legalen immer mehr und überschreitet gleichzeitig oft die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der meisten Ticketanbieter.
Und genau hier liegt das Zentrum der Debatte.

Was passiert, wenn sich das Ticket schließlich als falsch erweist? Was, wenn sogar Band und Zweitmarkt einen Weg finden, an den offiziellen Vorverkaufsstellen vorbei Tickets direkt in den Zweitmarkt einzuspeisen und sich die Einnahmen teilen? Und was, wenn der sogenannte Zweitmarkt-Vertrieb professionell aufgezogen die regulären Vorverkaufsstellen mehr und mehr verdrängt?
Dann geraten Konzepte mit einem an sich harmlosen Hintergrund – betrachtet man z.B. ebay, seatwave, viagogo oder fansale – zum Politikum.

Durch Vertriebskanäle, die für Künstler und/oder Veranstalter in keiner Weise kontrollierbar sind, entwickelt sich eine zunehmende Revolution der Branche, an deren Ende die große Gefahr besteht, dass schließlich Veranstalter, Besucher und Künstler die großen Verlierer sein werden.

Wie sich die genaue Rechtslage dieser Ticket-Zweitmarkt-Diskussion jedoch entwickeln wird, bleibt weiter spannend…

Veranstaltungshinweis: SPONSORS Sports Venue Summit

Mittwoch, 4.August 2010, 15:14
erstellt von Christina Finsel

01. – 02. September 2010
4. SPONSORS Sports Venue Summit

Allianz Arena München

Wo über die bedeutendsten Themen der Sport- und Veranstaltungsstättenindustrie diskutiert wird, treffen sich die Menschen, die gewichtige Entscheidungen fällen, Aufträge vergeben und die Branche lenken.

Der SPONSORs Sports Venue Summit 2010, presented by Allianz, am 1. und 2. September in der Münchner Allianz Arena bietet mit seiner enormen Vielzahl an Top-Referenten und einem uniquen Kongress-Set-up innovative Denkanstöße, einzigartige Networking-Möglichkeiten und exklusive Erfahrungsberichte.

http://www.sports-venue-summit.de